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Donnerstag, 27. März 2014



Aale winden sich in dieser Kiste

Dicke Wolken hängen am Himmel, aber es ist windstill und milde. Und dabei stand noch um 7 Uhr die Sonne als knallroter Feuerball über der Lagune, was toll ausgesehen hatte. Aber wenn kein Wind geht, ist es auch schon nicht so schlecht. Wir wollen heute mal schauen, was wir für unser Abendessen so finden können in der Markthalle. Am liebsten hätten wir Miesmuscheln, aber die haben sie nicht. Was sie heute in Mengen haben, sind kleine Aale, die sich noch winden und bewegen in den Plastikkisten. Schaumiges Wasser ist in den Plastikkisten. Soll es die Aale umbringen oder sondern die Aale diesen Schaum ab in ihrer Angst? Wir mögen generell keinen Aal, weder hier noch daheim. Nach einem Rundgang durch die Markthalle kaufen wir gut zwei Kilo dieser hellen Muscheln - Mexilhões - die Herbert immer so gern im Restaurant bestellt hatte. Dann kaufen wir im Coza Nova wieder diese Semmeln, im Minimercado einen Liter Weißwein im Tetrapack (für den Kochtopf) und im Obst- und Gemüsetrakt der Markthalle ein paar Karotten und Porree.



hier kaufen wir gut 2kg dieser hellen Muscheln



im Coza Nova Café kaufen wir ein paar Semmeln



im Minimercado kaufen wir einen Tetrapack Weißwein für den Kochtopf



jetzt noch die Karotten und den Porree

Daheim verstaut Annette alles und gibt die Muscheln in eine Schüssel mit Wasser. Sie ist schon wieder umgezogen für an Bord, als  Herbert, der draußen geblieben ist, sie fragt, ob wir auf eine Bica ins Café einkehren wollen? Ach ja, warum nicht, und schließlich müssen wir uns ja vom Einkaufen erholen. Es bleibt dann auch erstmal bei einer Bica, einem Espresso, für jeden, aber dann hat Herbert noch Lust auf ein Glas Weißwein - um copo do vinho branco. Und das um 12 Uhr mittags. Irgendwann sind wir dann wieder daheim und machen uns - bzw. macht sich Herbert - ans Abendessen. Schnippelt die Karotten und den Porree und Knoblauch, bringt den Weißwein und etwas Olivenöl zum Kochen und tut die Muscheln in den Sud. Alles sieht gut aus, aber was für eine Enttäuschung die Muscheln dann sind. Sie sind farblos im Geschmack, sie riechen auch kaum nach Meer, kauen sich auch komisch, aber das schlimmste ist, dass sie so sandig sind. Auch wenn man den Sand überhaupt nicht sieht. Aber es knirscht zwischen unseren Zähnen. Solche ollen Muscheln wollen wir nicht nochmal haben. Heute Abend können wir wieder fernsehen, und auf Arte kommen zwei Teile namens Burning Bush, die von der Zeit nach dem Prager Frühling handeln, als sich Menschen verbrannt haben als Protest gegen die sowjetische Besetzung. Morgen kommt der dritte und letzte Teil. Hoffentlich ist es nicht zu stürmisch für die Antenne.



unser Heimweg ist ja wirklich kurz



jetzt erstmal eine Bica, wie der Espresso hier heißt



Herbert hat alles kurz und klein geschnippelt



und so sehen die Muscheln aus, wenn sie fertig sind



unser Abendessen ist eine sandige Angelegenheit

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