d19.jpgd02.jpgd18.jpgd13.jpgd04.jpgd06.jpgd21.jpgd07.jpgd10.jpgd08.jpgd01.jpgd14.jpgd11.jpg

Dienstag, 18. März 2014



bevor wir weiterfahren, gehen wir nochmal zum Leuchtturm

Heute sind die Hosenbeine wieder lang, ist der Kragen hochgestellt, stecken die Hände in den Taschen und ist die Luft empfindlich kalt. Gottlob ist der Wind nicht so arg, Als wir kurz vor Mittag, vor dem Weiterfahren, nochmal hinunter zum Leuchtturm gehen, der ja am Ende unserer Straße ist. Der Strand zu beiden Seiten der Küste ist schön, der Leuchtturm ist es auch. Bei ihm handelt es sich ja um das ehemalige Fort São Miguel, und entsprechend festungsartig ist die Anlage gebaut. Nach einem Blick die Eisentreppe hinunter, die aber niemand benutzen will, fahren wir weiter. Heute wollen wir ja mal nach Fátima.



der Leuchtturm steht in einem ehemaligen Fort



eine Eisentreppe führt hinunter



schön sind die Strände hier



wir sind auf dem Weg nach Batalha

Die Entfernungen sind ja nie allzu weit, und auf halbem Wege nach Fátima wollen wir noch in Batalha anhalten und einen Blick auf das weltberühmte Dominikanerkloster werfen. In Batalha waren wir mal in 2002, auf unserer allerersten Portugalrundreise, sodass wir heute nicht nochmal ins Kloster gehen werden. (In Batalha gibt es einen gut ausgeschilderten Stellplatz.) Aber Maria und Heinz haben Interesse daran, und während sie im Innern des Klosters sind, verweilen wir in einem der vielen Cafés auf dem Platz vor dem Kloster. Es dauert natürlich eine Weile, bis die beiden wieder da sind, denn das Kloster gilt als nationales Heiligtum und stellt einen Höhepunkt der portugiesischen Kunst dar. In der Klosterkirche ist auch das Grab des Infanten Dom Henrique, dem die Geschichte den Namen "Heinrich der Seefahrer" zuerkannt hat, obgleich er selbst nie an Entdeckungsfahrten teilnahm.



Blick auf das Dominikanerkloster von Batalha


 



Wird es jetzt doch noch warm?



ein kleiner Eindruck von Batalha

Von Batalha aus geht es jetzt nach Fátima, das nur etwa 18km entfernt ist. Fátima, weltberühmter portugiesischer Wallfahrtsort. Nicht, dass uns religiöse Gründe hierher verschlagen, aber wir wollen uns den Versammlungsplatz mit seinen gigantischen Ausmaßen von 150.000m" mal ansehen. Vom Navi lassen wir uns auf den Stellplatz leiten, der ansonsten nicht so gut im Ort ausgeschildert ist. In einem großen Kreisverkehr gibt es ein Schild zu Parkplatz 11 - 15. (Nur, damit man mal einen Eindruck hat, mit welchem Ansturm man hier zu rechnen hat.) Wir landen dann auf einem großen Parkplatz direkt neben der Basílica, also zentraler kann man es nicht haben. Dann gehen wir auch sogleich los zur Basílica auf dem riesigen Versammlungsplatz. 



auf geht es nach Fátima, die IC9 wirkt nagelneu



auf dem riesigen Versammlungsplatz von Fátima

Das Innere der Basílica ist dann angenehm schlicht. Hier sind auch die Gräber der Hirtenkinder. Das "Wunder von Fátima" besteht darin, dass am 13. Mai 1917 und weiterhin am 13. eines jeden Monats bis Oktober drei Hirtenkindern nahe dem damals unbedeutenden Dorf Fátima die Virgem do Rosário, (Muttergottes vom Rosenkranz) erschienen sein soll. Zunächst glaubte die Kirche dies alles nicht, aber bereits am 13. Oktober 1917, der letzten Erscheinung, pilgerten über 70.000 Menschen nach Fátima. Nicht nur haben sie alle die Marienerscheinung gesehen, sondern wurden sie auch Zeuge eines merkwürdigen Naturschauspiels: Bei strömenden Regen habe die Sonne plötzlich begonnen, sich um ihre eigene Achse zu drehen und dabei bunte Strahlenbündel auszusenden. Auch kam es zu wundersamen Krankenheilungen. (Dazu sagen wir jetzt nichts.)



im Innern der Basílica



alles ist relativ schlicht in der Basílica



hier kann man eine Kerze entzünden (sie kosten zwischen 0,50 bis 2,70 EUR)

Wir laufen dann einmal über den riesigen Platz. Die Stelle, an der die Leute Kerzen entzünden und aufstellen, gefällt uns am besten. Wir staunen, dass die Kerzen gar nicht so teuer sind, denn ansonsten wird doch mit diesem ganzen Frömmigkeitsfirlefanz immer gern Geld gemacht. Ganz am Ende des Versammlungsplatzes, gegenüber der Basílica, werfen wir noch einen Blick in eine hochmoderne Kirche, die wohl Platz für tausend Leute hat. Ansonsten schauen wir uns die einzelnen Gebäude nicht von innen an. Komisch, dass zwei der drei Hirtenkinder bereits in 1919 und 1920 gestorben sind, mit etwa zehn Jahren. Kurz vor 16 Uhr Ortszeit sind wir wieder am Wohnmobil, aber Maria und Heinz halten sich länger auf. Zu jeder Viertelstunde läuten die Kirchglocken und spielen diese berühmte Melodie. Zur vollen Stunde ertönt das volle Programm. Um 18:20 und 21:20 Uhr ertönen die Glocken in einem ohrenbetäubenden Lärm durcheinander, aber danach hören sie ganz auf. Wir sind sehr froh darüber.


 


 



unsere Tagesroute ca. 48km

back       |      next