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Freitag, 21. Juni 2013



nicht gleich, sondern erst in 150m abbiegen zum Stellplatz

Heute wollen wir mal nach Fürstenberg an der Havel, das Annette noch von früher her kennt. Der Himmel ist zugezogen, und es sollen heute ja einige Schauer und Gewitter kommen. Wenngleich heute ja Sommeranfang ist und wir in den vergangenen Tagen schon mal einen ersten Vorgeschmack bekommen konnten. Die Fahrt ist kurz und schon erreichen wir Fürstenberg, die Wasserstadt.



auf dem Stellplatz von Fürstenberg / Havel

Der Stellplatz in der Marina ist von der Hauptstraße aus ausgeschildert, aber 150m vor dem Ziel biegen wir trotzdem noch falsch ab. Und von der Beifahrerin hat Herbert neuerdings ja nicht viel. Dann aber finden wir den "Stellplatz für Caravan u. Campingwagen". Komische Bezeichnungen haben sie dafür, das ist uns in den anderen Städten auch schon aufgefallen, wenn immer von Stellplatz für Caravan die Rede war. Auf den ersten Blick findet Annette den Platz nicht so dolle, aber das Umfeld, die Marina von Fürstenberg, ist dann doch nicht schlecht. Für die Nacht will man 9 EUR (in unserem Stellplatzbuch von 2009/10 waren es noch 6,50 EUR), für Strom 2,50 EUR. Es ist Platz für 40 Fahrzeuge, es sind aber nur sieben da. Das fällt uns schon seit Tagen auf, dass gar nicht so viele Wohnmobile hier sind, auch auf den Straßen sind selten welche zu sehen.



der Stellplatz ist direkt an dieser Marina am Nordufer des Schwedtsees

Wir frühstücken dann erstmal und schauen uns die Marina an. Das maritime Flair mögen wir ja immer sehr. Es liegen viele Boote im Hafen, und wir laufen die Pontons entlang bis in den See hinein. Auf der anderen Seeseite können wir den Kirchturm von Fürstenberg sehen. Am frühen Nachmittag laufen wir dann mal in den Ort.



wir laufen mal auf die Pontonbrücken und schauen uns die Boote an



schnuckelig haben sie es hier




die urige Hollywoodschaukel bietet tolle Blick auf den See

Nun sind wir also auf der anderen Seite des Schwedtsees, an dem der Stellplatz ja liegt. Auch hier liegen etliche Boote an, und das Restaurant direkt am See bietet schöne Blicke auf die Natur. Fürstenberg, die Wasserstadt, dehnt sich auf drei Inseln zwischen Röblinsee, Baalensee und dem Schwedtsee aus und war schon zu Ostzeiten dank dieser besonderen Lage sehr beliebt aufgrund seiner Freizeitmöglichkeiten



jetzt sind wir am anderen Ufer des Schwedtsees



Annette geht wieder die Enten füttern, ruckzuck sind sie da

Dann sind wir in der Innenstadt von Fürstenberg, laufen am Rathaus vorbei zur Kirche. Schlimm ist, dass die B96 direkt durch den Ort geht. Ein LKW nach dem anderen donnert durch die Hauptstraße von Fürstenberg; von den tausenden Autos ganz zu schweigen. Wir haben große Mühe, von der einen auf die andere Straßenseite zu kommen, oder sehen wir die regulären Übergänge, Ampeln oder Zebrastreifen einfach nicht? Es ist ein Lärm, der uns schon in so kurzer Zeit ganz kirre macht. Das wird auch der Grund sein, warum so viele Häuser hier unsaniert sind oder direkt leerstehen. Dass eine Straße eine ganze Stadt kaputtmachen kann. Überall sehen wir handgeschriebene Plakate mit "96 RAUS". Annette hat die Stadt von früher her noch in so hübscher Erinnerung.



Blick auf die Kirche von Fürstenberg

Wir folgen einem Holzschild für Fußgänger, das von der B96 wegführt und auch so beschildert ist (so ungefähr wie "Vermeidung der B96). Wir tun nur ein paar Schritte und schon ist Fürstenberg richtig lauschig; natürlich ist wieder überall Wasser. In der alten Bäckerei Martens sehen wir dann Mohn- und Apfelkuchen in den Auslagen im Schaufenster, der noch richtig urig aussieht und nicht wie von einer BäckereiketteDa kann Annette nicht widerstehen. Und so nehmen wir je ein Stück mit und für Herbert Erdbeerkuchen. Die Bäckerei sieht noch aus wie vor 40 Jahren, und wenn die Betreiber mal aussterben, wird das Gebäude leerstehen, wie das Haus nebenan, das mal eine Drogerie war.



eine Holzbrücke führt uns übers Wasser - in der Wasserstadt gibt es davon reichlich



fern der Durchgangsstraße ist Fürstenberg idyllisch



in der alten Bäckerei Martens auf der Hauptstraße

Wieder daheim setzen wir uns in die Sonne, die ja heute längst nicht so arg brennt wie in den beiden letzten Tagen. Der Kuchen schmeckt, und anschließend gehen wir nochmal zur Marina und setzen uns wieder in die Hollywoodschaukel. Auf einem der Charterboote sitzen Leute zu sechst. Aber die eigentliche Saison kommt ja erst noch.



der Stellplatz an der Marina von Fürstenberg erstreckt sich auf drei große Rasenflächen



unsere Tagesroute ca. 35km

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