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Sonntag, 26. Mai 2013



Nebelschwaden wabern am frühen Morgen

Wir wollen früh weiterfahren, damit uns auf dem Parkplatz in Loches niemand einparkt und damit wir in Valençay auch gut unterkommen. Und so ist erst halb acht, als wir losfahren. Und wer hätte mit so viel Nebel gerechnet? Man kann kaum etwas sehen, eigentlich schade um die Landschaft, die wir gar nicht sehen können. Wir kommen an einem See vorbei, von dem wir nur dem aufsteigenden Dampf sehen. Nach 17km erreichen wir das Dorf Montrésor und sollen nach links auf die LKW-Spur abbiegen. Gleichzeitig sehen wir ein Wohnmobilzeichen, das in diese Richtung zeigt. Es steht dann auch manches Wohnmobil auf dem Stellplatz. wir fahren daran vorbei und direkt auf das Schloss von Montrésor zu, oder vielmehr was man davon sehen kann im Nebel. Dann überlegen wir, dass wir uns am besten auf den Stellplatz stellen und den Nebel abwarten sollten. Das machen wir. Aber anstatt zu frühstücken geht Herbert nochmal ins Bett, schreibt Annette den gestrigen Tag, kommt eine Truppe Radfahrer in bunter Fahrradkleidung am Platz vorbei und wenig später eine Motorradtruppe. Mittlerweile ist die Sonne da, scheint ins Fenster und heizt unser Zuhause enorm ein.



wir spazieren nach Montrésor hinein

Der Stellplatz von Montrésor hat so eine beschauliche Lage, dass wir beschlossen haben, heute gar nicht mehr weiterzufahren. Außerdem hatten wir am Ortsanfang ein Schild gesehen, das Montrésor als eines der schönsten Dörfer Frankreichs bezeichnet: L'un des plus beaux Villages de France. (Das Dorf Montsoreau an der Loire hat auch dieses Schild und ist ein süßes Dorf.) Und so wollen wir nicht einfach so an Montrésor vorbeifahren.



es gibt sogar eine Touristinformation, die aber über Mittag geschlossen ist



Blick auf die alte Markthalle von Montrésor

Das Wetter ist heute traumhaft, die Sonne lacht und warm ist es auch. Endlich mal kein Regen in Sicht. Herbert würde heute gern das Formel 1 Rennen sehen. Er ist zwar längst nicht mehr so erpicht auf die Formel 1, aber die Rennen in Monaco mag er doch immer gern sehen. Und so gehen wir vorher los in den Ort, denn wer weiß, was später ist. Die Sonne ist herrlich; wir müssen genießen, genießen. Der Regen ging uns schon gewaltig aufs Gemüt in den letzten Tagen.



das Dorf zählt zu den schönsten von Frankreich



Montrésor ist ein liebliches beschauliches Dorf

Montrésor ist dann wirklich ein hübsches kleines Dorf, und dann hat es ja noch das Château de Montrésor. Mitten durch das Dorf fließt die Indre, und am Fluss liegt auch das Schloss. Wir sehen dann ein Holzschild mit Coeur de Village - Herz des Dorfes - darauf. Eine Holzbrücke ist zu sehen. Biegen wir doch mal dahin ab. Wir landen direkt an der Indre, und mehrere Holzbrücken führen übers Wasser. Die Wassermassen der Indre rauschen unter uns vorbei. Die kleinen Häuser am Fluss sind allerliebst, und der Blick aufs Schloss prächtig. Schade nur, dass der Boden noch total aufgeweicht ist vom vielen Regen.



wir gehen zum Coeur de Village, dem Herzen des Dorfes



der Weg führt an der Indre entlang



Unmengen von Wasser rauschen hier durch



Blick auf das Château de Montrésor



hier geht es lauschig zu



ein weiterer Blick auf das Schloss

Über die sogenannte Gärtnerbrücke - Pont de Jardinier - überqueren wir die Indre wieder und laufen den Schlossweg hinauf. Von hier aus ist der Blick aufs Schloss nicht minder schön. Wir richten uns so ein, dass wir pünktlich um 14 Uhr wieder daheim sind, wenn das Rennen beginnt. Danach können wir noch draußen in der Sonne sitzen, und prompt kommen etliche Oldtimer am Stellplatz entlanggefahren. Schnell her mit der Kamera. Es ist eben eine zauberhafte Gegend hier, und am 12. Juli kommt sogar die Tour de France durch Montrésor (steht am großen Brett des Stellplatzes). Abends kommt Herbert dann noch mit den englischen Nachbarn ins Gespräch. Der Engländer kann deutsch und sagt ihm, dass kein Land so billig ist wie Frankreich, was das Wohnmobilfahren angeht. Und da hat er recht, es gibt so viele Stellplätze in Frankreich, die gar nichts oder nur wenig kosten. Auch Campingplätze sind in Frankreich nicht so teuer wie in anderen Ländern. Herbert gibt den Engländern das Michelin-Buch von 2011, denn die aufgeführten Orte selbst sind ja die gleichen geblieben. Ach, wenn das Wetter doch jetzt so bleiben würde, damit sich Frankreich wie immer von seiner schönsten Seite zeigen kann. Uns gefällt die Region sehr.



auch von hier ist der Blick auf das Schloss zauberhaft



auf der Grande Rue



vielleicht mag der Frühling ja jetzt endlich anspringen


 


 



Blick auf den Stellplatz von Montrésor



nachmittags können wir noch schön in der Sonne sitzen



eine Gruppe Oldtimer fahren am Stellplatz vorbei



barfuß, unrasiert und fern der Heimat



unsere Tagesroute ca. 17km

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