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Dienstag, 06. Dezember  2011



Liebe Angela, Portugal gibt sein bestes.      (Licor Beirão)

Nichtsahnend sitzen wir auf der Yamaha auf der Fahrt nach Carvoeiro, als wir dieses Schild am Straßenrand sehen. Sieht ja aus wie Frau Merkel, sagen wir beide gemeinsam und wollen es genau wissen und drehen schnell noch mal um. Und tatsächlich lesen wir dann ihren Namen. Sehr witzig, das ganze.



Ankunft in Carvoeiro

Wir knattern weiter und sehen direkt auf der Einfahrtsstraße nach Carvoeiro hinein den A B C Algarve Book Cellar, auch wenn sich der gar nicht im Untergeschoss, wie der Name vermuten lässt, befindet. In allen bisherigen Ausgaben der Portugalzeitung hatten wir Anzeigen für diesen Bücherladen gesehen, in dem man gebrauchte Bücher tauschen, kaufen und auch neue bestellen kann. Wir haben vier englische Bücher im Gepäck, betreten den Laden und sind ganz erschlagen von Büchern. Für unsere Bücher würden wir 6 Euros bekommen. Annette sagt dem englischen Besitzer, dass sie Bücher von Tom Wolfe sucht. Zielgerichtet geht er zu einem Regal und schwupp, hat eines vorrätig. Einen dicken Wälzer namens "I am Charlotte Simmons", von 2004. (Das dann zufällig auch 6 EUR kostet.) Dann fragt sie: Haben Sie auch deutsche Bücher? Nicht, oder? - Daraufhin winkt der Engländer ab und sagt, dass er tausende hat, führt uns in einen Nebenraum, wo sich tatsächlich viele hundert deutsche Bücher befinden, in Regalen, auf dem Boden und haufenweise auf Tischen. Puh, wo soll man da anfangen, und überhaupt hatten wir ja nicht mit deutschen Büchern gerechnet. Wir werden also nochmal wiederkommen und bis dahin wissen, welche Bücher wir suchen. Jedenfalls freut sich Annette auf die knapp 680 Seiten Tom Wolfe, hach, wie schön.



wir sind im Algarve Book Cellar und von tausenden von Büchern umgeben



wir parken direkt unten an der Bucht

Wir fahren dann bis direkt zur Bucht, denn schließlich kommen wir mit der Yamaha ja überall hin. Schade nur, dass die vielen Kneipen und Cafés vor der Bucht geschlossen sind; sie haben jetzt Betriebsferien, wie wir auf Schildern lesen. Wir steigen dann erstmal den Hang hinauf zur kleinen Kirche hin, von wo wir einen herrlichen Blick auf die Bucht haben. Auch finden wir, dass sich die vielen kleinen Ferienhäuschen hier in Carvoeiro sehr hübsch in die Bucht einschmiegen, sie sind verschachtelt, schneeweiß gekalkt und haben maurischen Charakter.



Ob die bunten Boote wohl nur Dekoration sind?



Blick auf die kleine Kirche von Carvoeiro



die Bucht von Carvoeiro



auch hier ist die Küste ein einziger Traum

Als wir dann aber durch die beiden Hauptstraßen von Carvoeiro laufen, eine davon verläuft in den Ort hinein, die andere hinaus, finden wir, dass hier alles allzu sehr in englischer Hand ist. Dirty Nelly's, Jailhouse, Irish Pub usw. Da fühlen wir uns fehl am Platze, wenn wir da auf etwas Nichtalkoholisches einkehren wollen. Gibt es denn nirgends eine nette kleine Pastelaria? Also kehren wir nirgends ein, fahren heimwärts und kaufen wir uns beim Continente ein paar Stück Kuchen für daheim. Im neuen Buch findet Annette dann noch einen Zeitungsartikel aus der Süddeutschen Zeitung von 2004, ein Bericht über Mr Wolfe und sein neues Buch (dieses hier). Sie ist also nicht die einzige, die total begeistert von ihm ist.



überall schmiegen sich die weißen Häuschen an den Hang um die Bucht

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