d21.jpgd18.jpgd02.jpgd01.jpgd14.jpgd11.jpgd13.jpgd07.jpgd06.jpgd10.jpgd19.jpgd08.jpgd04.jpg

Freitag, 22. März 2013



dieses Restaurant befindet sich direkt am Camp El Barco

Um 1:30 Uhr in der Nacht wacht Herbert schweißgebadet auf, als würde er aus dem Regen kommen. Ein Hitzeschub wie irre. Er muss sich umziehen, aber danach hat er das Gefühl, die Krankheit hätte ihn verlassen. Als er morgens aufsteht, fühlt er sich fast wieder wie neu, nur dass er jetzt nach fünf Tagen Liegen natürlich noch etwas schwach ist. Aber das Kranksein hat er wohl endlich überstanden. Jetzt hat er auch wieder Appetit. Was es wohl gewesen ist? Jedenfalls sind unsere Lebensgeister wieder geweckt und auch der Trübsinn der letzten Tage ist wie weg. Denn Kranksein im Wohnmobil ist nicht schön. Hach, jetzt freuen wir uns auf den Tag, und Herbert will und kann endlich mal wieder etwas unternehmen. Nach dem Frühstück rappeln wir uns auf und gehen gegen 11 Uhr in die Stadt.



wir wollen uns mal Sidi Ifni anschauen

Als allererstes gehen wir die vielen Stufen hinauf, die uns zu einer oberen Promenade führen. Alles wurde mal richtig hübsch angelegt, aber alles verfällt zusehends. Die Häuser sind alle blau umrahmt und erinnern uns eher an Portugal als an Spanien, wozu Sidi Ifni ja so lange gehört hatte. Na, jedenfalls hat der Ort einen ganz eigenen Charme. Viele der Häuser sind im Art-deco Stil gebaut, und mit einem neuen Putz und Anstrich würde Sidi Ifni in neuem Glanz erstrahlen. Aber uns gefällt der Ort auf den ersten Blick auch so.   



Drei Tage war der Frosch so krank . . . (eigentlich ja fünf)



Sidi Ifni liegt am Hang und ist entsprechend hügelig



die große Treppe ist sehr hübsch angelegt



Blick auf die Küste . . .

Oben angekommen, haben wir einen herrlichen Blick auf die Küste und sehen auch die alte Festung mit dem Namen Santa Cruz del Mar Pequeña, oder vielmehr, was noch davon übrig ist. Sie wurde im 16. Jh. ja bitter umkämpft und fiel nach diversen Aufständen zunächst zurück in marokkanische Hände. Dann ging das Gezerre um Sidi Ifni über die Jahrhunderte hin und her, aber darüber hatten wir ja schon gestern berichtet. Heute freuen wir uns, dass der Herbert wieder der alte ist, und wenn wir hinunterschauen auf die Wohnmobile auf dem Camp El Barco, sehen wir, dass unser Dach das weißeste und glänzendste von allen ist. Hah.



. . . und Blick auf unser Camp - wir sind die mit dem glänzenden Dach



hier oben gibt es Cafés und Restaurants mit schönen Sonnendecks

Hier oben ist alles nett angelegt, und die Restaurants haben Fisch auf der Speisekarte, zum Beispiel Tajine de poissons und auch de pulpe, also mit Tintenfisch, aber es gibt auch gegrillten Fisch. alles hat einen spanischen Einschlag, selbst alte Straßenschilder mit Calle (span.: Straße) statt Rue dingsbums sehen wir. Es ist auch wieder richtig heiß heute bei 25°C. Gottlob geht ein Wind.



alles macht einen netten Eindruck



sogar einen Leuchtturm gibt es, der aber schon recht verkommen aussieht

Eher zufällig kommen wir auch an diesen Leuchtturm, der aber einen recht traurigen Eindruck macht. Auch rings umher verfällt alles. Herbert fotografiert den Leuchtturm von allen möglichen Winkeln aus, damit er einigermaßen gefällig aussieht. Dann wandeln wir auf der Avenue Hassan II und finden uns vor dem Tor zum Souk wieder.



wir laufen die Avenue Hassan II entlang



am Souk von Sidi Ifni machen abends wohl ein paar Garküchen auf



wir gehen mal auf den Souk



hier am Meer gibt es natürlich Fisch

Natürlich laufen wir auch über den kleinen Souk, und hier gibt es zur Abwechslung mal Fisch zu sehen und zu kaufen. Auch wieder Rindfleisch und sogar einen ganzen abgezogenen Rinderkopf, den wir aber partout nicht fotografieren dürfen. Er sieht ganz scheußlich aus. Um den Souk herum gibt es mache Cafés, von denen einige recht hübsch aussehen. Wir aber wollen lieber später auf der oberen Promenade sitzen, wo keine Autos fahren. Denn man macht sich ja keinen Begriff, wie die alten Autos stinken. Und knattern.



Rindfleisch hängt wieder zentnerweise am Haken



durch dieses Tor verlassen wir den Souk



wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt stehen die Lieferwagen und warten auf Aufträge



wir kommen am schicken Kino im Art-deco Stil vorbei



Voilà - das Hôtel de Ville, das Rathaus von Sidi Ifni sieht doch richtig flott aus

Am schicken Kino namens Cine Avenida und dem ebenso schicken Rathaus vorbei landen wir am kleinen Park auf dem Place Hassan II, der eine wahre Oase mitten in der Stadt ist. Wasserschläuche liegen überall. Ach, es gefällt uns in Sidi Ifni, und würde man die vielen herrlichen Häuser im Art-deco Stil restaurieren, denn manche stehen unbewohnt und nur noch als Ruinen da, so würde der Ort sicher mehr Tourismus sehen. Wir finden den Art-deco Stil jedenfalls sehr charmant; er erinnert an die gute alte Zeit.



Blick auf den Place Hassan II, der parkähnlich angelegt ist



am Ende setzen wir uns in eines der Cafés, an denen wir vorhin vorbeikamen

Dann sitzen wir also bei Kaffee und Orangensaft und schauen aufs Meer. Leute am Nebentisch, sie sind zu viert, bestellen sich Essen, auf das sie recht lange warten müssen. Dann kommen die Tajines, aber die beiden Frauen geben am Ende die noch fast vollen Tajines wieder zurück. Schmeckt hier wohl nicht so gut, denken wir uns und wollen uns lieber ein anderes Restaurant für abends aussuchen. Herbert will jetzt auch erstmal etwas ausruhen, denn nach fünf Tagen Kranksein hat er nur wenig Kondition.



die obere Promenade bietet schöne Blicke auf den Atlantik



in dieses Restaurant im Hintergrund - Ocean Miramar - kehren wir am frühen Abend ein



Sidi Ifni ist doch sehr hübsch, bräuchte nur einen neuen Anstrich



mit einem Auge für Schönheit sieht Sidi Ifni gleich viel besser aus



ganz hinten ein weiterer Campingplatz, den aber eine hohe Mauer umgibt, die die Sicht aufs Meer versperrt



die Gesamtanlage von Sidi Ifni ist wirklich schön, aber man lässt ja alles verfallen

Wir gehen also zum Camp zurück und am frühen Abend kehren wir ins Restaurant Ocean Miramar ein. Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen, da sind wir ganz froh, dass man drinnen auch sehr hübsch sitzen kann. Das Essen schmeckt wirklich gut, besonders der Fischteller, den Herbert sich bestellt. Er schafft gar nicht alles; am Ende isst Annette noch drei kleine Fische. Das Licht, als wir heimgehen, ist wieder so schön golden wie Honig. Ach, uns geht es jetzt wieder gut, vor allem im Kopf. 



abends essen wir Friture de Poissons und Paëlla im Restaurant Ocean Miramar



das Licht wird abends immer so golden und warm



auf dem Camp El Barco

back       |      next