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Mittwoch,  23. Dezember 2009



die Standseilbahn Glória

Heute wollen wir mit allen drei Standseilbahnen fahren. Zusammen mit dem Elevador (Aufzug) sind sie Nationaldenkmäler und ein wahres Erlebnis. Zuerst gehen wir zur Glória, die sich in der Nähe der Metrostation Restauradores befindet.



quietschend geht es um die Kurve

Eingeweiht am 24. Oktober 1885, war die Glória die zweite ihrer Art, die in Lissabon zum Einsatz kam. Das ursprüngliche Zugsystem, Kranz- und Zugkabel mit einem Wassergegengewicht, wurde später durch Dampf ersetzt. Im September 1915 wurde ein elektrisches System installiert.



eine fährt bergauf, eine bergab, und hier müssen sie einander ausweichen

Auf halber Strecke begegnen sie einander und weichen einander auf einer Ausweichspur aus. Es fahren also nur jeweils zwei Kabinen, eine bergauf, eine bergab.



Blick von der Rua Garrett auf das Einkaufszentrum von Chiado

Wir wollen auch ein wenig durch den Stadtteil Chiado bummeln. In dieser Stadtteil war 1988 der Brand, der durch die Weltpresse ging und den Eindruck vermittelte, als sei die gesamte Altstadt abgebrannt. Zum Glück waren es dann aber nur 18 Häuser, die jedoch an einem neuralgischen Ort Lissabonner Identität standen. Elegante Läden sind anstelle der abgebrannten Häuser entstanden.



das altehrwürdige Café Brasileira

Nun gelangen wir an das prächtige Café Brasileira. Hier trafen sich in vergangenen Zeiten die Lissabonner Poeten, insbesondere der Kultdichter Lissabons, Fernando Pessoa. Vor dem Café ist ihm zu Ehren eine Bronzefigur aufgestellt.



der bronzene Fernando Pessoa vor dem Café Brasileira



ein Blick in das Café



auch wir kehren auf einen Kaffee ein



oberhalb des Largo do Chiado

Nach Kaffee und Kuchen machen wir uns auf den Weg zur zweiten Standseilbahn, der Bica. Sie gilt als die hübscheste Route der drei Bahnen. Sie führt oben vom Stadtteil Chiado ins Bairro Alto. am Ufer des Tejo. 



die Standseilbahn Bica



hier ist die obere Station der Bica

Die Bica kam am 28. Juni 1882 zum Einsatz. Das originale Zugsystem war Zugkabel und motoren. In 1896 wurde Wasser ersetzt durch Dampf als Antrieb, und in 1914 wurde Dampf durch Elektrizität ersetzt. 


Als wir in der Kabine sitzen, wird uns einmal mehr bewusst, dass Lissabon für uns beide die Lieblingsstadt Europas ist. Und wir haben bestimmt schon manches gesehen.



mit der Bica geht es hinunter ins Bairro Alto



die Fahrt mit der Bica gilt als die hübscheste der 3 Standseilbahnen



hier müssen sie wieder einander ausweichen



bevor es in die untere Station geht



der Eingang zur unteren Station der Bica



und wieder geht es bergauf

Der kleine Bahnhof ist ein wahres Erlebnis. Das schmiedeeiserne Geländer, die Kacheln an den Wänden, die Laternen - alles hier ist authentisch. Und wieder geht es bergauf, die Bahn ist recht gut besetzt. Der Zugführer notiert die Anzahl der Mitfahrenden in einer Liste.



der kleine Bahnhof der Lavra

Jetzt darf auch die dritte und älteste der 3 Standseilbahnen nicht fehlen auf unserer Exkursion. Eingeweiht am 19. April 1884, fuhr sie am allerersten Tag ihres Einsatzes 16 Stunden am Stück und beförderte über 3.000 Passagiere kostenlos. Auch die Lavra gilt seit 2002 als Monumento Nacional.



nun geht es mit der 3. Standseilbahn hinauf

Blick von der kleinen Station auf die Lavra

Einmal auf und ab mit unserem Tagesticket, und dann machen wir uns langsam auf unseren Heimweg. Eigentlich wollen wir noch zum Fado-Museum, sind sogar schon ganz in der Nähe, aber es ziehen Wolken auf. Also nehmen wir den Bus der Linie 706 bis zur Station Cais do Sodré. Mittlerweile regnet es in Strömen. Wir huschen schnell zur S-Bahnstation um die Ecke, wo es im S-Bahnhof einen gar nicht so kleinen Supermarkt gibt, kaufen dort ein paar Kleinigkeiten und fahren dann mit der 714 zurück zum Camp. Da wiederum kommen wir trockenen Fußes an.


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